Tipps für das Bewerbungsschreiben

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Das richtige Bewerbungsschreiben ist eine Wissenschaft für sich. Obwohl die Meisten den groben Aufbau kennen, macht noch immer der Großteil der Bewerber die immer gleichen Fehler und verspielt somit die Chance für ein Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Doch was muss ich nun berücksichtigen, damit ich aus der Masse heraussteche und dem Unternehmen im Hinterkopf bleibe? Wir geben die Tipps.

Viele Bewerber unterschätzen die Bedeutung des Anschreibens. Wer nach wenigen Sätzen nicht direkt überzeugen kann, wird im weiteren Bewerbungsprozess meistens aussortiert – egal wie gut die Noten oder Qualifikationen sind. Ein erfahrener Personaler merkt schon nach 10 Sekunden, wie viel Aufwand und Seriosität in eine Bewerbung gesteckt worden ist. Bevor wir starten, schnell die wichtigsten Punkte auf einen Blick.

 

       Was du auf jeden Fall beachten solltest

  • Fessle den Leser in den ersten Sätzen und vermeide Floskeln
  • Die ersten Sätze sind "kriegsentscheidend"
  • Bringe persönliche Beispiele aus deinem (Berufs-)Leben
  • Rechtschreibefehler – besonders bei Namen aufpassen!
  • Das Anschreiben muss zur Branche passen
  • Benutze keine Standardformulare

        

Der richtige Aufbau des Bewerbungsschreibens

Folgender Aufbau empfiehlt sich für jede Branche und jeden Beruf: Erkläre deinem Leser, warum du für die zu besetzende Stelle der geeignetste Kanditat bist. Dabei kommt es weniger auf die Noten an. Wichtiger ist, dass dir der neue Arbeitgeber die Stelle zutraut. Verdeutliche daher warum du die neuen Herausforderungen meistern kannst. Welche Skills hast du, um die Probleme zu lösen?

Tipp: Die ersten beiden Sätze im Anschreiben sind entscheidend

„ich möchte mich hiermit auf die Stelle als…“ – ach wirklich? Leider ist das die häufigste Standardfloskel die von den meisten Bewerbern gewählt wird. Der vermeintliche Vorteil: So muss nur noch die Jobbezeichnung und der Unternehmensname ausgetauscht werden und schon kann man in Windeseile gleich mehrere Bewerbungen abschicken. Das Problem dabei: Jeder der in seinem Leben schon mehr als zehn Bewerbungen gelesen hat, merkt schnell, dass du lediglich ein paar Wörter ausgetauscht hast. Besser wäre es, wenn du einen interessanten Einstieg wählst:

  • „schon bei meinem letzten Praktikum habe ich gemerkt, dass meine Stärken und Interessen genau zu diesem Beruf passen“
  • „im Gegensatz zu Ihren Mitbewerbern haben Sie in den letzten Jahren in diesem Bereich stark expandiert“
  • „schon in der Schulzeit habe ich gemerkt, dass Programmieren nicht nur ein Hobby, sondern später auch mein Beruf werden wird“

Du kannst auch gerne mit einer kleinen Story einsteigen und so die Neugier des Personalers wecken. Das Wichtigste in jedem Anschreiben ist, dass du so etwas wie deine „persönliche Visitenkarte“ hinterlegst.

Fazit: Die ersten beiden Sätze sollten keine austauschbaren Standardsätze sein. Nimm dir Zeit und überlege dir einen individuellen Einstieg, der auf dich zugeschnitten ist, oder ganz speziell auf das Unternehmen passt. Sei kreativ! Der erste Eindruck setzt sich fest.

 

Klasse statt Masse

Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: Du bekommst leichter eine Einladung, wenn du dich beim Anschreiben ins Zeug legst. Dadurch kannst du mit etwas Glück auch besser qualifizierte Konkurrenten ausstechen. Gehe in deinem Bewerbungsschreiben also exakt auf die Stellenbeschreibung ein. Im Optimalfall solltest du daher jeden Satz individuell anpassen. Das kostet natürlich Zeit und ist aufwendig – aber es zahlt sich aus!

Im Durchschnitt benötigen Bewerber zwischen 1 – 3 Stunden pro Bewerbung

Was spricht dagegen, sich einmal richtig viel Mühe für eine Bewerbung zu geben? Versetze dich dabei in die Rolle des Unternehmens: Du würdest sicher auch diejenige Person einladen, die auf die Punkte in der Stellenanzeige einzeln Bezug nimmt. Dadurch zeigst du auch dem Arbeitgeber, dass du dich beim Arbeiten mit Details beschäftigst.

Ich, ich, ich, ich…der falsche Satzanfang

Viele Personaler bemängeln, dass die meisten Bewerber einfach nur ihre Stärken herunterbeten und mit typischen Sätzen mit „Ich“ beginnen. Du magst vielleicht ein toller Hecht sein, aber du wirst eingestellt um Probleme und Aufgaben zu lösen. Erkläre in deinem Anschreiben daher doch lieber:

  • Warum schaffst du es den Umsatz zu steigern?
  • Wieso kannst du gut mit Menschen umgehen?
  • Weshalb kannst du mehrere Kundenanfragen gleichzeitig managen?
  • Warum du auch unter Stress noch einen kühlen Kopf behältst?

Schhaffst du es Antworten auf die Fragen zu finden, hast du eine sehr gute Ausgangslage und kannst auch einige Schwächen in deinem Lebenslauf damit kompensieren.

Fazit

Individuelle Anschreiben mit guten Einleitungssätzen erhöhen die Wahrscheinlichkeit zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Anstatt massenhaft Bewerbungen abzuschicken, sollten sich Bewerber lieber auf wenige gute Entwürfe konzentrieren. Die wichtigste Frage, die im Anschreiben beantwortet werden muss, ist die, woher du die Kompetenzen und die Fähigkeiten für den Job erworben hast.

 

Formale Richtlinien – Das Layout

 

  • Schriftart: Arial, Times New Roman, Verdana, Calibri
  • Farbe: Schwarz oder dunkelgrau
  • Überschriften: 2 Stufen größer als Fließtex
  • Unterstrichen oder Fett: Bis auf eine fette Jobbeschreibung weglassen
  • Seitenlänge: Eine Seite, mehr nur in extremen Ausnahmefällen
  • Ausrichtung: Linksbündig (Flattersatz) oder mittig (Blocksatz)
  • Absätze: Nicht mehr als 3
  • Zeilenabstand: Zwischen 1 und 1,5
  • Rand: 2,5 cm: links und 2 cm: rechts, oben und unten