Checkliste für Deinen Lebenslauf

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Für den ersten Eindruck hat man keine zweite Chance. Daher ist es wichtig, dass du mit dem Lebenslauf deinen zukünftigen Arbeitgeber überzeugen kannst. Denn innerhalb von 30 Sekunden musst du einen wildfremden Menschen auf dich neugierig machen. Er sollte dich zumindest als potentiellen Kandidaten in Erwägung ziehen und deine Bewerbung im Hinterkopf behalten.

Stell dir deinen Lebenslauf wie eine Produktbeschreibung bei Amazon vor. Erscheint dir irgendetwas in der Beschreibung zweifelhaft, oder fehlen wichtige Punkte, klickst du meistens zum nächsten Angebot – und davon gibt es genügend. Auch wenn das Beispiel nicht auf jeden Beruf eins zu eins übertragbar ist, gibt es jedoch viele Stellen, bei denen sich Personaler vor Anfragen kaum retten können. Damit deine Bewerbung nicht im (digitalen) Mülleimer landet, solltest du ein paar Regeln einhalten. So sollte deine Gliederung von oben nach unten aussehen:

Persönliche Angaben im Lebenslauf

Auch wenn du beliebt im Freundeskreis bist und jeder deine Kontaktdaten hat. Der Personaler kennt dich wahrscheinlich noch nicht. Stehen fehlerhafte oder gar keine Adressdaten am Kopf des Lebenslaufs, landet deine Bewerbung unverzüglich auf dem Müll. Wichtig: Vollständiger Name, Anschrift, Telefon-Nr., Email-Adresse.

Ein Foto kann, aber muss nicht beigefügt werden. Falls du eins mitschicken möchtest, sollte es professionell gemacht sein – sonst lass es lieber weg. Wir raten jedoch dazu ein Foto mitzuschicken.

Beruflicher Werdegang in deinem Curriculum Vitae

Das Wichtigste zuerst! Der erste entscheidende Punkt im Lebenslauf ist deine berufliche Erfahrung. Ganz oben sollte daher deine aktuelle Tätigkeit stehen. Darunter dann die vorausgegangene und so weiter. Damit ist dein Lebenslauf chronologisch geordnet. Vorsicht: Vergiss nicht die Tätigkeit zu beschreiben! Neben der Vollständigkeit im Lebenslauf ist das der wichtigste Punkte. Beschreiben deshalb in ein bis zwei Sätzen was deine Aufgaben in den jeweiligen Berufen gewesen sind und in welche Projekte du eingespannt warst. Umschreibe das Tätigkeitsprofil am besten so, dass ersichtlicht wird, warum du dich auf die aktuelle Stelle jetzt bewirbst.

 

Lebenslauf

Studium oder Ausbildung

Auch hier steht dein letzter Abschluss mit den zeitlichen Angaben ganz oben. Zudem solltest du noch die Schwerpunkte in deinem Studium kurz mitteilen. Die Note muss nicht zwingendermaßen genannt werden. Möchtest du jedoch deine akademischen oder schulischen Leistungen betonen, ist das auch in Ordnung.

Wichtig hierbei:

  • Benenne den Abschluss plus den (Ausbildungs-)Titel

  • Deine Studienschwerpunkte in Stichworten

  • Deine Abschlussarbeit

Praktika, Nebentätigkeiten, Zertifikate, Auszeichnungen  

Praktika und sonstige Nebentätigkeiten sind gerade für junge Bewerber sehr wichtig. Bei Einstiegsjobs kann das richtige Praktikum das Zünglein an der Waage sein. Beschreibe auch hier die Tätigkeit in wenigen Worten. Erwähne insbesondere die Punkte, die für die beworbene Stelle als wichtig erscheinen könnten. Hier hast du Gestaltungsspielraum, aber übertreibe es bitte nicht! Frei Erfundenes fällt früher oder später auf.

Hast du zusätzliche Qualifikationen, die dich von anderen Bewerbern unterscheiden? Ja? Dann erzähle sie!

 

  • Zertifikate, Workshops, Sprachnachweise oder ähnliches sind ein wichtiger Pluspunkt und individualisieren dein Profil. Achtung: Füge beispielsweise Sprachweise oder Zertifikate deiner Bewerbung bei.

  • Auch Auszeichnungen solltest du erwähnen

  • Soziales Engagement und Ehrenämter solltest du ebenfalls erwähnen, somit erhält der Leser einen besseren Eindruck von dir

 

Hobbies oder Soziales Engagement

Auch Hobbies oder ein soziales Amt dürfen gerne erwähnt werden, da sie dem Personaler eine persönliche Note von dir geben und in Vorstellungsgesprächen ein guter Gesprächseinstieg sein können. Vermeide Lückenfüller wie „Lesen“ oder „Sport“, diese sind nichtssagend. Wenn du hingegen gerne Biographien liest, oder seit vielen Jahren Mannschaftssport machst, kann der Leser damit mehr anfangen. Optimal sind Hobbies die auch dein Profil abrunden. Wenn du als IT-Kaufmann auch privat gerne programmierst, stärkt das deine Glaubwürdigkeit und Kompetenz. Vielleicht teilst auch mit dem Personaler ein etwas außergewöhnliches Hobby, so stehst du automatisch höher im Kurs bei ihm. Soziales Engagement ist ebenfalls gerne gesehen.

 

Fazit

Der Lebenslauf muss vollständig und die Eckpfeiler deiner Biographie wiedergeben. Neben deinen Kompetenzen, Erfahrungen und Abschlüssen soll dem Leser bei der Lektüre deines Lebenslaufes ein umfassendes Bild von dir vermittelt werden, das durch persönliche Angaben und Zusatzinformationen abgerundet wird. Achte beim Lebenslauf immer darauf, dass die Person dich nicht kennt und sich in kurzer Zeit ein (Arbeits-)Bild von dir machen möchte.

Die Checkfragen lauten dabei: Wer bist du, was kannst du und was wirst du können?

 

 

FAQ Lebenslauf

 

Wie gehe ich richtig mit Lücken im Lebenslauf um?

Schreibe nicht, dass du „arbeitslos“ gewesen bist. Umschreibe die Zeit lieber als Phase der „beruflichen Neuorientierung“. Auch die Pflege von kranken Angehörigen kann sogar ein Pluspunkt sein. Zudem ist es heute kein Makel mehr, wenn du beispielsweise eine längere Auszeit oder Reise gemacht hast. Sei ehrlich und stehe dazu, denn nichts wäre gefährlicher, als wenn du hierbei Lügen erfindest. Außerdem hast du vielleicht auch in der freien Zeit Fähigkeiten erlernt, die sich für deinen Arbeitgeber als nützlich erscheinen.

 

       Sind „kleine Lügen“ erlaubt?

Streng genommen natürlich nicht. Schwere Lügen können sogar ein juristisches Nachspiel haben! Jedoch kannst du natürlich die „Wahrheit“ sehr weit auslegen. Trotzdem musst du immer damit rechnen, dass es Nachfragen gibt. Bei Monatsangaben kann die Mitte des Monats durchaus "aufgerundet" werden. Zudem kannst du auch dein Aufgabenbereich und deine Erfahrung bis an das Maximale "ausreizen". Bevor du also untertreibst, solltest du eher leicht übertreiben.

 

Muss der Lebenslauf mein Leben nacherzählen?

Nein! Der Lebenslauf orientiert sich zwar sehr stark an deiner zeitlichen Laufbahn, jedoch sollten deine erworbenen Abschlüsse und Erfahrungen im Vordergrund stehen, die mit der neuen Stelle unmittelbar verbunden sind. Nach dem Masterabschluss spielt das Gymnasium keine Rolle mehr, daher müssen auch nicht alle Schulwechsel bis ins Kleinste protokolliert werden.